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Concerts.

14.7.2017

14:00 - 14:30 Konzert - Teaser

15:45 - 17:00 Kammerkonzert

17:00 - 17:15 Künstlergespräch

16.7.2017

14.00 - 14.30 Konzert - Teaser

15:45 - 17:30 Kammerkonzert + Künstlergespräch

14.7.2017

17:30 - 18:15 Konzerteinleitung

18:30 - 20:30 Orchesterkonzert

16.7.2017

17:45 - 18:15 Konzerteinleitung

18:30 - 20:30 Orchesterkonzert

15.7.2017

17:15 - 17:45 Konzerteinleitung

18:00  - 19:15  Kammerkonzert

19:15 - 19:45 Künstlergespräch

Festival.

 

 

 

 

Sich in der Musik zu versenken, sie intensiv zu erleben und neu zu entdecken, ihre große Lebenskraft in sich zu spüren...

Was passiert mit einem, der am alten Leben hängt, aber nicht mehr zurückkann?

Der 1897 in München geborene Paul Frankenburger war ein ausgezeichneter Komponist, Pianist, Chorleiter und Kapellmeister. 1931 kündigte ihm jedoch der Augsburger Intendant, weil er Jude war. Frankenburgers erstes großes Orchesterwerk wurde dennoch 1933 im Monat von Hitlers Machtergreifung in Chemnitz uraufgeführt. Kurz darauf floh Frankenbürger nach Palästina. Dort gab er sich den Nachnamen Ben-Haim – „Sohn des Lebens“ – prägte bis zu seinem Tod die florierende Musikszene Israels und wurde durch die Aufführung seines Werks durch Größen wie Yehudi Menuhin, Menahem Pressler und Leonard Bernstein international bekannt.

Das neue Festival NEW LIFE widmet sich nun aus Anlass des 120. Geburtstags Ben-Haims dem Vermächtnis großer Musikerpersönlichkeiten, die wie Paul Ben-Haim vor den

Nationalsozialisten flohen, und dazu gezwungen waren, sich – geplagt von Trauer und innerer Zerrissenheit – eine neue Existenz aufzubauen: Darunter sind Kurt Weill, der nach Paris entkam und später am Broadway Karriere machte; Ernst Toch, der in Deutschland mit Hindemith im Austausch stand und im Exil in den USA zum preisgekrönten  Hollywoodkomponisten wurde; Alexander Zemlinsky, der in den USA noch komponierte, sich aber nie von der Flucht erholte, und bereits 1942 verstarb; und Josef Tal, der 1961 das Center for Electronic Music in Israel gründete. Ihre facettenreiche, berührende Musiksprache erzählt von den verworrenen

Lebenspfaden, die sie einschlugen, sowie von der persönlichen und künstlerischen Entwicklung, die sie dabei durchliefen. Die im Exil entstandenen Klangbilder sind Seismographen der sich verändernden Selbstwahrnehmung und fragmentierten Identität der Komponisten zwischen Spätromantik, Avantgarde, Tango, Broadway- und Filmmusik sowie jemenitischer Gesänge. Sie erzählen von existenziellen Fragen rund um Zugehörigkeit, Flucht und Hoffnung in einer schwierigen Zeit.

NEW LIFE spürt dem vielfältigen Klangkosmos des Neuanfangs nach und wirft einen frischen musikalischen Blick auf alte Geschichten und Schicksale, deren Themen in der heutigen Zeit eine erschreckende Aktualität erfahren. Als Interpreten treten international renommierte Spezialisten in der Neuinterpretation des zum Teil verschwunden geglaubten Klangguts auf: Der renommierte israelische Violinist und Konzertmeister des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin Erez Ofer wird das Violinkonzert von Josef Kaminski mit den Berliner Symphonikern

unter der Leitung von Lior Shambadal spielen. Im Orchesterkonzert „Von Pan zu Peter Pan“ wird die in New York lebende international erfolgreiche Pianistin Gila Goldstein in der Deutschlandpremiere von Ben-Haims gefeiertem Klavierkonzert zu hören sein. In Ben-Haims sinfonischem Gedicht für Sopran und Orchester von 1931 – für NEW LIFE erstmals für Orchester einstudiert – schwebt die Stimme der in Berlin lebenden Sopranistin und NEW LIFE-Festivalgründerin Mimi Sheffer über dem dramatischen Klangteppich in der glasüberdachten restaurierten Kirchenruine St. Elisabeth. Sheffer präsentiert zudem gemeinsam mit der Pianistin Ofra Yitzhaki gefühlsintensive Miniaturen zu Gedichten von Morgenstern, Hofmannstal, Lautensack und Nietzsche aus dem verlorenen Liedgut Ben-Haims, die sie bei Deutschlandradio eingespielt haben. In „Leben, Überleben, Nachleben...“ lockt das Trio Figment in ungewöhnlicher Kammerformation mit der süßen Stimme der Klarinette und der rauchigen Bratsche. Das Festival schließt mit dem Programm „Die Goldene Kette“ inspiriert von chassidischen Liedern und wienerischen Tänzen. Abgerundet wird das Programm durch Künstlergespräche, Präsentationen und Konzerteinführungen mit renommierten

Wissenschaftlern, unter anderem dem Ben-Haim-Biografen Prof. Jehoash Hirshberg aus Israel, der mit dem Komponisten in engem Kontakt stand. 

 

Drei sommerliche Festivaltage, die sich der hoffnungsgebenden Kraft der Musik widmen –mitreißend dramatisch, fantasievoll verspielt, berührend schön...

 

Festivalort:

Villa Elisabeth, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin    www.elisabeth.berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Festival NEW LIFE ist ein Projekt des Vereins KOL - Jüdische Musik beleben und erleben e.V.

Mit freundlicher Unterstützung durch die LOTTO Stiftung Berlin.

 

Wir danken unseren Partnern:

Dr. Susanna Schulz,

Presse - und Öffentlichkeitsarbeit

Flora Seibert, Administration 

Unser Team:

Mimi Sheffer,

Festival Director

 
 
 

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