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Mimi Sheffer, Sopran - Gila Goldstein, Klavier - Lior Shambadal, Dirigent - Berliner Symphoniker

Im Programm

 

Alexander von Zemlinsky (1871–1942) Lustspiel-Ouvertüre (1894/95) Uraufführung

Paul Frankenburger (Ben-Haim) (1897–1984)
Pan (1931), Sinfonisches Gedicht für Sopran und Orchester

Kurt Weill (1990 –1950)
3 Orchesterlieder für Sopran und Orchester:

  • Berlin im Licht (1928) Text: Kurt Weill

  • Youkali (1934) Text: Roger Fernay

  • I‘m a stranger here myself (1943) Text: Ogden Nash

    PAUSE

Paul Ben-Haim (1897–1984)
Klavierkonzert op. 41 (1949) Deutschlandpremiere;
Vision: Molto moderato, quasi preludiano – Allegro con brio

Voices in the Night: Andante dolcemente mosso Dance: Lo stesso movimento ma fresco e vivo

Ernst Toch (1887–1964)
Peter Pan, Ein Märchen für Orchester in drei Teilen Op.76 (1956)
I. Allegro giocoso
II. Allegretto grazioso
III. Allegro vivo 

Von Pan zu Peter Pan

 

Das erste Orchesterkonzert des Festivals vereint Werke von vier sehr unterschiedlichen Komponisten, die von 1894 bis 1954 zum Teil in der alten Heimat, zum Teil am neuen Zufluchtsort erschaffen worden sind. 
Dem Komponisten Paul Frankenburger, der sich nach seiner Flucht aus Deutschland Ben-Haim nannte und eine israelische nationale Musiksprache mitbegründete, wird an diesem Abend mit zwei seiner bedeutendsten Kompositionen gedacht: Das 1931 in Bayern entstandene Werk Pan ist als symphonisches Gedicht angelegt. In der mythologischen Erzählung schwebt die Frauenstimme geradezu über dem Orchester. Das Stück für Sopran und Orchester war lange Zeit völlig in Vergessenheit geraten. Erst vor kurzem spürte Festivalleiterin Mimi Sheffer das handgeschriebene Manuskript in einem Archiv auf. Das Werk wird bei NEW LIFE zum ersten Mal seit seiner zweiten Aufführung im Jahr 1939 in Palästina wieder gespielt. Das feurig-rhythmische Klavierkonzert als zweites Werk des Komponisten an diesem Abend verkörpert im Kontrast zu seiner frühen Musik aus Deutschland die volle Entfaltung Paul Ben-Haims neu erschaffener „israelisch-mittelmeerischer“ musikalischen Sprache. Die Aufführung bei NEW LIFE ist eine Deutschlandpremiere.
Mit den drei Kurt Weill-Liedern aus Berlin, Paris und vom Broadway wird nicht nur der geographische Fluchtweg des Komponisten aus Dessau verfolgt, sondern auch der emotionale und musikalische Leidensweg des Weltstars, der 1943 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt und aufgrund des 3. Reichs nicht mehr als Deutscher bezeichnet werden wollte.
Die Lustspiel-Ouvertüre stammt aus der Feder von Alexander Zemlinsky, der aus Wien stammte und später in New York schwer erkrankt populäre Songs schrieb, um seine Familie finanziell über Wasser zu halten. 
Die Vielfältigkeit des Konzerts wird durch die Filmmusik des Märchens für Orchester in drei Teilen Peter Pan abgerundet. Grammy-Gewinner Ernst Toch kam wie Alexander Zemlinsky aus Wien, schuf bedeutende Werke der Polyphonie und schrieb später erfolgreich Filmmusik in Hollywood. Er lebte bis zum seinem Tod 1964 in Kalifornien. 
Prof. Dr. Jehoash Hirschberg, Autor des Buches „Paul Ben-Haim: His Life and Works“, wird um 17:30 Uhr im Studio der Villa Elisabeth eine Konzerteinführung halten.

Von Pan zu Peter Pan

Mimi Sheffer

„Sie hat das Wort völlig zurückgenommen in den Klang, den Text (nicht deklamiert, sondern) in reinen, stillen
Gesang aufgelöst. Ihr Gehalt zerging völlig in Stimmung", schrieb einmal die Berliner Zeitung über Mimi Sheffer. Die Sängerin wuchs in Israel auf, erhielt ein Stipendium der America-Israel Cultural Foundation und gewann den Kol Israel-Wettbewerb. Ihr Gesangsstudium beendete Sheffer bei Joan Caplan in New York. Musikalischer Schwerpunkt der Sopranistin ist die Wiederbelebung der Kunstmusik jüdisch-europäischer Komponisten, die sie in erfolgreichen CD-Aufnahmen wieder zum Leben erweckt. Seit 1999 lebt sie in Berlin und konzertiert europaweit mit diversen Konzertprogrammen aus Klassik und Liturgie. Als Solistin trat sie u. a. in der Kölner Philharmonie, mit dem Essener Opernchor und den Berliner Symphonikern auf. Seit 2014 ist sie Künstlerische Leiterin des Vereins KOL - Jüdische Musik beleben und erleben e.V., mit dem sie drei erfolgreiche Projekte, „Die jüdische Musikreihe für Liebhaber und Neugierige“, die „CD-Reihe Cilia“ und „Davidsharfe – Workshops für die Weitergabe jüdischer Musik“ ins Leben rief. Sheffer ist außerdem die Gründerin und Künstlerische Leiterin des Festivals NEW LIFE. 

www.mimisheffer.com     

www.kol-juedischemusik.com 

 
 
Gila Goldstein

Die vielseitige Pianistin Gila Goldstein zieht mit ihrem einzigartigen Stil und ihren gefühlvollen Interpretationen das Publikum weltweit in ihren Bann. Zu ihren bemerkenswertesten Auftritten gehören Konzerte mit dem Israel Symphony Orchestra Rishon LeZion, dem Jerusalem Symphony Orchestra und dem Orquesta da Cámara in Mexiko. Sie gehört dem Vorstand der American Liszt Society an und ist ein gern gesehener Gast auf Festivals in den USA und Kanada. Als versierte Interpretin der Musik von Israels bekanntestem Komponisten Paul Ben-Haim hat Goldstein seine kompletten Klavier- und Kammermusikwerke beim Label Centaur eingespielt. Der American Record Guide bezeichnete sie in diesem Zusammenhang als charismatische Künstlerin mit viel Spürsinn für feine Nuancen, flüssigen Tempi und großer Brillanz. Das Magazin PIANIST aus London schrieb: „Goldstein besitzt eine Technik, so scharf und feurig wie ihre Haarfarbe“. Ihren Abschluss erhielt die umtriebige Pianistin von der Manhattan School of Music sowie von der Hochschule in Tel Aviv, wo sie bei Nina Svetlanova und Victor Derevianko studierte. Sie lebt in New York und unterrichtet an der Boston University sowie der New York University.

http://gilagoldstein.com

Lior Shambadal

 

Lior Shambadal ist seit 1997 Chefdirigent der Berliner Symphoniker.1950 in Tel Aviv geboren, studierte er in seiner Heimatstadt Bratsche, Posaune, Komposition und Dirigieren. Sein Studium führte ihn an das Mozarteum Salzburg zu Carles Melles sowie nach Wien zu Hans Swarowsky und zu Dirigierstudien bei Carlo Maria Giulini, Igor Markevitch, Sergiu Celibidache und Franco Ferrara. In Wien erweiterte er auch seine Kenntnisse im Bereich der elektronischen Musik, in Frankreich studierte er Komposition bei Witold Lutoslawski. Eine umfangreiche Konzerttätigkeit verbindet Shambadal seitdem mit Orchestern weltweit, unter anderem als Chefdirigent des Haifa Symphonie-Orchesters, als Generalmusikdirektor des Pfalztheaters Kaiserslautern, als Chefdirigent des Orquesta Filarmónica de Bogotá in Kolumbien und als Gastdirigent in der chinesischen Provinz Sichuan beim Chengdu Symphonieorchester. Er sitzt zudem im künstlerischen Komitee des Festivals von San Gemini in Italien. Sein Opern-Repertoire umfasst über 40 Werke der deutschen, italienischen, französischen, russischen und englischen Literatur. Als Gründer des Ensembles der Komponistengruppe Acustic 7/11 und des Ensembles für Neue Music – Musica Nova – ist er auch als Komponist auf verschiedenen Gebieten, von der Kammermusik über Liedkompositionen bis zu symphonischen Werken, hervorgetreten.

14.7.17  18:30 - 20:30, St. Elisabeth Konzert  17:30 - 18:15 Konzerteinleitung, Studio, Prof. Hirschberg

Die Berliner Symphoniker

Die Berliner Symphoniker haben weit über ihre Heimatstadt hinaus Popularität und Ansehen erlangt und sind als musikalische Botschafter für Berlin tätig. In eigenen Abonnementkonzerten präsentieren sie ein klassisches, weitgefächertes Programmangebot an Sonntagnachmittagen in der Berliner Philharmonie. Schon seit der Gründung des Orchesters liegt ein besonderer Schwerpunkt in der Vermittlung von klassischer Musik für Kinder und Jugendliche. Die Berliner Symphoniker gastieren außerdem weltweit und sind ein gern gesehener Partner bei internationalen Festivals, zum Beispiel beim Jerusalem Festival, wo ihre szenische Aufführung von Magret Wolfs „Refidim Junction“ im Jahr 2015 zum großen Erfolg wurde. Das Orchester geht zudem regelmäßig auf Tournee nach Asien: Im Sommer 2016 gaben die Berliner Symphoniker im Rahmen ihrer achten Tournee durch Japan 14 Konzerte; in diesem Jahr sind sie auf Konzertreise durch China und Taiwan. Galakonzerte mit Luciano Pavarotti, die Arbeit mit nationalen und internationalen Chören sowie CD-Einspielungen und Fernsehaufzeichnungen runden die erfolgreiche Arbeit der Berliner Symphoniker ab.

BERLINER SYMPHONIKER BEROLINA-ORCHESTER E.V.  

Wangenheimstr. 37 –39, 14193 Berlin  

Telefon 0049 (0)30 - 321 10 17, Fax 0049 (0)30 - 325 53 26  

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